Partner & Unterstützer

Gute Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen oder Einrichtungen und gegenseitige Unterstützung sind unabdingbarer Bestandteil unserer Arbeit. Die Wiederansiedlung des Luchses soll unter Einbindung aller Interessengruppen geschehen.

Initiator

  • Initiative Luchs NRW

Die Initiative Luchs NRW wurde im Juni 2023 von BiologInnen und ArtenschützerInnen ins Leben gerufen, um die aktive Wiederansiedlung des Karpatenluchses in Nordrhein-Westfalen voran zu bringen. Als wissenschaftliche Grundlage wurde der Fachartikel „Eine Zukunft für Luchse in Nordrhein-Westfalen“ in der Naturschutzzeitschrift Natur in NRW Ausgabe 03/2024 publiziert.

Behörden

  • Landesbetrieb Wald und Holz NRW (wald-und-holz.nrw.de)

    Wald und Holz NRW ist als Landesforstverwaltung verantwortlich für die nachhaltige Sicherung und Entwicklung der Wälder, die Bewirtschaftung des Staatswaldes sowie die Betreuung von Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern. Ziel ist es, den Wald zu erhalten, seine vielfältigen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Funktionen zu sichern sowie Arten und Biotope im Wald zu schützen.

    Bei der Wiederansiedlung des Luchses in Nordrhein-Westfalen agiert Wald und Holz NRW an der Schnittstelle zwischen Naturschutz, Forstwirtschaft, Flächeneigentum und Öffentlichkeit und ist damit ein wichtiger Partner für ein konfliktarmes Wildtiermanagement und den Schutz geeigneter Lebensräume.

  • Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildtiermanagement des Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung NRW / Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildtiermanagement | LAVE NRW (lave.nrw.de)

Die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildtiermanagement (FJW) des Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung Nordrhein-Westfalen (LAVE NRW) befasst sich mit angewandter Forschung, Beratung sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Bereich des Wildtiermanagements. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Untersuchung von Wildtierpopulationen, deren Lebensräumen sowie den Wechselwirkungen zwischen Wildtieren und unterschiedlichen menschlichen Nutzungsansprüchen.

Die FJW unterstützt die wissenschaftliche Begleitforschung des Luchsprojektes NRW und untersucht potenzielle Auswirkungen der Ansiedlung von Luchsen auf heimische Wildtierarten und Ökosysteme. Die fachliche Zusammenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Rückkehr des Luchses nach Nordrhein-Westfalen wissenschaftlich fundiert zu begleiten.

Biostationen

  • Biostation Hochsauerlandkreis e.V. (biostation-hsk.de)

    Die Biologische Station Hochsauerlandkreis e.V. betreut im größten Kreis NRWs 588 Naturschutzgebiete, 54 FFH-Gebiete und fünf Vogelschutzgebiete. Daneben gehören Vertragsnaturschutz in Grünland und Acker, sowie Monitoring, Artenschutz und Maßnahmenumsetzung zum Aufgabenfeld.
    Die Wiederansiedlung des Luches stellt einen wichtigen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Region dar. Daher unterstützt die Biologische Station das Luchsprojekt durch naturschutzfachliche Begleitung und lokale Öffentlichkeitsarbeit.

  • Biostation Siegen-Wittgenstein

    Die Biologische Station Siegen-Wittgenstein ist Teil eines Netzwerks von 40 Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen. Sie wurde 1990 vom Trägerverein „Verein zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft im Kreis Siegen-Wittgenstein e.V.“ gegründet. Ziel ist die gemeinsame Förderung und der Erhalt wertvoller Lebensräume, insbesondere für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten, sowie die Pflege der heimischen Kulturlandschaft in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft.
    Durch ihre Betreuung von Schutzgebieten und Arten vor Ort sowie die enge Vernetzung mit regionalen Akteuren ist die Biologische Station ein Projektpartner und  wichtiges Bindeglied für die Stakeholder in der Region Siegen-Wittgenstein.

Zu den Kernaufgaben der Biologischen Stationen zählen die Betreuung von Schutzgebieten sowie das Monitoring verschiedener Artengruppen. Die Senne sowie Teile des Teutoburger Waldes, des Eggegebirges und der Übergangsbereich zum Sauerland gehören zum Arbeitsgebiet der Biologischen Station Kreis Paderborn – Senne. Diese waldreichen Gebiete stellen einen potentiellen Lebensraum für den Luchs dar. Im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes kann die Biologische Station Aufgaben im Bereich Monitoring übernehmen.

  • Naturschutzzentrum Märkischer Kreis

Das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V. wurde 1990 gegründet. Seit 1992 wird der Verein als Biologische Station gemäß Naturschutzgesetz NRW von Land und Kreis gefördert. Seine Schwerpunkte liegen im Monitoring, in Artenschutzprojekten, in der Durchführung praktischer Maßnahmen, in der Schutzgebietsbetreuung und in der Öffentlichkeitsarbeit. Besonderer Wert wird auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Landnutzergruppen gelegt.
Auch für das märkische Sauerland ist der Luchs Teil des europäischen Naturerbes, seine Rückkehr fördert die genetische Vielfalt. Gleichzeitig braucht er neue Gebiete für sein langfristiges Überleben. Deshalb unterstützen wir das Projekt.

Naturpark

Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge ist mit 4.215 qkm der größte Naturpark Deutschlands. Seine gesetzlich normierten Aufgaben beinhalten den Naturschutz und Landschaftspflege, die Erholung und nachhaltigen Tourismus, die Umweltbildung/BNE sowie eine nachhaltige Regionalentwicklung. Als derart große mögliche Flächenkulisse für die Ansiedlung des Luchses sind wir gern im Prozess aktiv dabei.

Stiftungen

Natur, Heimat, Kultur: Diesen Dreiklang zu bewahren, dafür setzt sich die 1986 gegründete NRW-Stiftung ein. Im Bereich Naturschutz erwirbt sie unter anderem schutzwürdige Flächen. Außerdem fördert sie Projekte von Biologischen Stationen, Vereinen und Verbänden etwa im Biotop- und Artenschutz – dazu zählt auch die Wiederansiedlung des Luchses in Nordrhein-Westfalen. Der Vorstand der Stiftung hat im November 2025 beschlossen, für dieses Projekt bis zu 144.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Außerdem förderte sie diese Webseite.

  • alosa Stiftung GmbH, Köln (ehemals HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH, Siegburg) (dohle-stiftung.com)

    Seit mehr als zwanzig Jahren engagiert sich Familie Dohle für den Schutz der heimischen Natur – seit 2024 unter dem Namen „alosa Stiftung“. Bisher wurden viele hundert Projekte lokaler Naturschutzvereinigungen gefördert – für den Artenschutz, den Biotopschutz und in der Umweltbildung.

Im Fokus steht die langfristige Unterstützung bereits etablierter Förderpartnerschaften, insbesondere bei Großprojekten wie der Wiederansiedlung von Maifisch, Luchs und weiteren Arten. Daneben werden vereinzelt neue Initiativen im Bereich der Breitenförderung im Arten- und Umweltschutz gefördert.

  • Stöckmann Stiftung

    Die Stöckmann-Stiftung zur Förderung von Umwelt- und Naturschutz fördert Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt und der Lebensräume gefährdeter Tierarten. Wir unterstützen lokale und regionale Initiativen, die durch Eigeninitiative und Engagement zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen beitragen. Gerne fördern wir die Prüfung der Möglichkeiten für eine fachgerechte Wiederansiedlung des Luchses – einer charismatischen Tierart, die einst weiträumig die Wälder auch Mitteleuropas durchstreifte - in den Mittelgebirgen Nordrhein-Westfalens.

Umweltbildung

  • Station Natur und Umwelt Wuppertal (stnu.de)

    NATUR ERFASSEN – NATUR ZUM ANFASSEN

    Die Station Natur und Umwelt Wuppertal besteht seit 1984 und ist eine kommunale Einrichtung für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Nordrhein-Westfalen. Der Förderverein der Station Natur und Umwelt e. V., die Stadt Wuppertal und das Land NRW arbeiten hier zusammen. Als zertifiziertes BNE-Regionalzentrum betreut der Förderverein die außerschulische Bildungsarbeit für Kinder und Erwachsene. Die Station Natur und Umwelt ist als städtische Einrichtung eine Ausbildungsstätte für das freiwillige ökologische Jahr. Das Land NRW fördert mit einer Lehrerstelle den handlungs- und praxisorientierten Unterricht in Ökologie für alle Schulformen. Über 35.000 kleine und große Nutzerinnen und Nutzer erleben somit jährlich in dem sieben Hektar großen Naturlehrgebiet und im benachbarten FFH- und Landschaftsschutzgebiet Gelpe- und Saalbach Pflanzen, Tiere, Pilze und Lebensräume hautnah.

Verbände

  • Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband NRW (bund-nrw.de/der-luchs-in-nrw)

    Der BUND NRW ist ein basisdemokratischer ehrenamtlicher Naturschutzverein mit etwa 37.000 Mitgliedern. Die zahlreichen Orts- und Kreisgruppen mit ihren Projekten bilden das Rückgrat des Verbandes. Der BUND NRW engagiert sich u.a. im Naturschutz, der Biotoppflege, Biotopverbund und im Artenschutz. Der BUND NRW gründete im März 2025 das Team Luchs. So wird nun auf der jahrelangen intensiven Arbeit aufgebaut, die der BUND NRW bereits für den Luchs geleistet hat. Für das Luchsprojekt NRW wurde dem BUND NRW die Trägerschaft anvertraut. So trägt der BUND NRW wieder ein Stück mehr zur Erhaltung der heimischen Artenvielfalt bei.

Zoos & Wildgehege

  • Kölner Zoo (koelnerzoo.de)

    Der Kölner Zoo, gegründet1860, ist einer der ältesten und progressivsten wissenschaftlich geleiteten zoologischen Einrichtungen in Deutschland. Er leitet und finanziert zahlreiche Zuchtprogramme, Forschungs- und Naturschutzprojekte in den Ursprungsländern der Tiere. Außerdem beteiligt sich der Kölner Zoo auch an lokalen Naturschutzprojekten.
    Seine Beschäftigten sind leitend in vielen Gremien und Berater im Natur- und Artenschutz. Dr. Alexander Sliwa arbeitet seit 2007 als Kurator im Kölner Zoo. Er ist Mitbegründer des Linking-Lynx Netzwerks und Vorsitzender der EAZA (Europäische Assoziation von Zoos und Aquarien) Katzen-Spezialisten Gruppe (Felid Taxon Advisory Group). Er steht somit auch den Zuchtprogrammen für den Karpatenluchs und Nordluchs vor und ist Experte für Haltung, Wiederansiedlung sowie Forschung und Naturschutz von wilden Katzen im In- und Ausland.

  • Grüner Zoo Wuppertal (wuppertal.de)
    Der Grüne Zoo Wuppertal im bergischen Land zählt mit seinem weitläufigen Park, alten Baumbestand und naturnah gestalteten Anlagen zu den landschaftlich schönsten Zoos Deutschlands. Auf 24 Hektar werden Tiere aus allen Kontinenten gehalten und in international koordinierten Artenschutz und Erhaltungsprogrammen gezüchtet. Neben dem Natur-, Arten- und Klimaschutz sind Forschung, Tierschutz und Umweltbildung wichtige Säulen des Grünen Zoo Wuppertal, für die er sich national und international mit vielen Beiträgen und Projekten engagiert. Insbesondere in der Erforschung, der Zucht und dem Schutz bedrohter Katzenarten wurde in Wuppertal bereits vielfach wichtige Arbeit geleistet. Im nationalen und überregionalen Artenschutz des Luchses bringt sich der Grüne Zoo Wuppertal durch tiermedizinische und biologische Expertise, die Haltung eines Zuchtpaares zur Zucht der Luchse und die Unterstützung eines Koordinationsgeheges zur gezielten Vorbereitung und Freilassung der Luchse ein - mit dem Ziel einer nachhaltigen und langfristigen Wiederansiedlung in der Natur.

Netzwerke

  • Linking Lynx (linking-lynx.org)

    „Linking Lynx“ ist ein Expertinnen- und Experten-Netzwerk, das sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses beschäftigt. Sein langfristiges Ziel ist es, eine lebensfähige Metapopulation des Karpatenluchses in Europa zu schaffen, welche sich von den Karpaten bis hin zum Jura, den Westalpen und dem Dinarischen Gebirge erstreckt. Es umfasst sechs Arbeitsgruppen (Beschaffung, Genetik, Gesundheit, Politik, Monitoring und öffentliches Engagement) sowie geplante und laufende Wiederansiedlungs- und Bestandsstützungsprojekte. Das Luchsprojekt NRW hat die Intention, auch in NRW einen Beitrag zur Etablierung einer langfristig überlebensfähigen, europäischen Metapopulation des Eurasischen Luchses im Rahmen des Netzwerkes Linking-Lynx zu leisten.  Einige Partner und Initiator*innen sind in den Arbeitsgruppen des Netzwerks vertreten.

  • EAZA European Association of Zoos and Aquaria - Zuchtprogramm Karpatenluchs (eaza.net)

    EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) ist ein Netzwerk von über 400 Zoos in Europa und etablierte 2002 ein Ex-Situ Zuchtprogramm für Karpatenluchse (EEP). Die Felid Taxon Advisory Group (TAG, Vorsitz durch Dr. Alexander Sliwa, Kölner Zoo) der EAZA entschied, sich auf die Zucht des Nordluchses Lynx lynx lynx und des Karpatenluchses Lynx lynx carpathicus als einzige nachhaltige Populationen zu konzentrieren. Dies folgt der jüngsten taxonomischen Klassifizierung und Zuordnung zu Unterarten in Kontinentaleuropa durch die IUCN Cat Specialist Group. Seither hat sich der Bestand des Karpatenluchses von 50 Individuen im Jahr 2002 auf 173 Exemplare in 66 Einrichtungen (2026) mehr als verdreifacht. Im Rahmen des Artenschutzes spielt das Zuchtprogramm eine wichtige Rolle: Es stellt Tiere, die unter spezifischen Anforderungen aufgewachsen, behandelt (z.B. Kennzeichnung, Impfen) und vorbereitet wurden, für die Wiederansiedlungs- und Bestandsstützungsprojekte zur Verfügung.